Donnerstag, 17.09. 2026
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Für die Artenvielfalt zählt die Herkunft von Lebensmitteln


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© DGE

„Ob die Landwirtschaft Arten stark oder vergleichsweise wenig beeinträchtigt, hängt entscheidend davon ab, in welcher Region der Welt sie stattfindet“, erklärt Studienleiter Valentin Specht. Statt globalen Durchschnittswerte berücksichtigte die Studie in der Biodiversitätsbilanz deshalb die Herkunftsländer der Zutaten und die jeweilige ökologische Empfindlichkeit der dortigen Ökosysteme.

 

Zehn Rohstoffe verursachen 85 Prozent des Biodiversitäts-Fußabdrucks

Das Ergebnis: Die räumlich differenzierte Betrachtung veränderte das Bild deutlich.  Tierische Produkte wie Fleisch und Milch gehören zwar weiterhin zu den größten Verursachern von Biodiversitätsverlust. Gleichzeitig rücken tropische Rohstoffe wie Kaffee, Kakao oder Palmöl stärker in den Fokus, sie machen zwar kleine Mengen aus, stammen aber aus besonders artenreichen Regionen. Werden zusätzlich Wasserknappheit und Bewässerung am Produktionsstandort berücksichtigt, gewinnen auch einzelne Rohstoffe an Bedeutung.

Diese Erkenntnisse können langfristig Anwendung in der Praxis finden. Denn Universitäten, Schulen, Krankenhäuser und andere Großküchen kaufen jedes Jahr große Mengen an Lebensmitteln ein und können mit der richtigen Speiseangebot einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Biodiversität leisten.
Entscheidend dabei, Maßnahmen zur Fußabdruck Reduzierung im Einklang mit anerkannten Ernährungsempfehlungen für die Gemeinschaftsverpflegung wie dem „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Betrieben, Behörden und Hochschulen“ zu gestalten, damit weniger Umweltbelastung nicht zu Lasten der gesundheitlichen Ausrichtung der Ernährung geht.


Vielfalt auf dem Teller sichtbar machen

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt die Aktionswoche „Vielfalt auf dem Teller!“, die im April 2026 in der Hohenheimer Mensa stattfand. An jedem Tag gab es ein besonderes Aktionsgericht mit regional erzeugten schwarzen Kichererbsen oder Kidneybohnen. „Aktionswochen wie diese machen erlebbar, was in unseren Daten oft abstrakt bleibt“, sagt Specht. „Sie zeigen, dass nachhaltigere Beschaffung nicht nur eine Frage von Kennzahlen ist, sondern auch von Genuss und Vielfalt auf dem Teller.“ 
Auch auf unsere Webseite finden Sie dazu gute Anregungen, z.B. in der Rezeptdatenbank. Erfahren Sie in der Rubrik „nachhaltige Verpflegung“ wie man mit veganen Gerichten punkten kann.
 

Quelle: https://idw-online.de