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Studie in Mensen zu Speisen-Angebot ohne Rindfleisch
Um die Akzeptanz der Tischgäste zu testen, haben die Universität Regensburg und das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz einen Versuch durchgeführt: Über einen Zeitraum von acht Wochen wurden in den Mensen keine Gerichte mit Rindfleisch angeboten – ohne Ankündigung und ohne die Mensagäste darauf aufmerksam zu machen. Deren Reaktion? Blieb aus.Für eine nachhaltigere Ernährung ist die Reduzierung des Fleischkonsums eine der zentralen Maßnahmen. Bei manchen Tischgästen aber kommt ein pflanzenbasierter Speiseplan nicht gut an – sie möchten entweder auf nichts verzichten oder fühlen sich in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Diese Erfahrung machte auch das Studierendenwerk Niederbayern/Oberpfalz (STWNO). Vorab angekündigte Aktionen, wie zum Beispiel eine vegane Woche, hatten bei Studierenden auch negative Reaktionen hervorgerufen.
Hoher CO2-Fußabdruck von Rindfleisch
Vor diesem Hintergrund stand die Frage, inwieweit es Studierenden auffallen würde, wenn ohne begleitende Kommunikation Rindfleisch-Produkte im Speisenangebot fehlen. Der Fokus lag deshalb auf Rindfleisch, weil das einen überproportional negativen Effekt auf die Umwelt hat. Im Rahmen eines Projektes wurden über einen Zeitraum von acht Wochen an fünf Standorten des STWNO keine Gerichte mit Rindfleisch angeboten. Einen Großteil der Gerichte ersetzte das Studierendenwerk durch Gerichte mit anderen Fleischarten. Täglich stand außerdem ein vegetarisches und ein veganes Gericht zur Auswahl.
Rückmeldungen blieben aus
In der Projektlaufzeit wurden 300.000 Essen ausgegeben. Negative Rückmeldungen oder Nachfragen zu fehlenden Gerichten mit Rindfleisch blieben komplett aus. Es zeige sich, dass Anpassungen im Speiseplan nicht zwingend Ankündigungen brauchten, so die Projektverantwortlichen, weil manche Änderungen den Tischgästen nicht auffallen.
Erfolgsfaktor Akzeptanz: Speisenangebot muss lecker schmecken und satt machen
Was können diese Ergebnisse für die Zukunft bedeuten? Fachleute halten Kommunikationskampagnen im Vorfeld nicht immer für sinnvoll, vielmehr sollten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Ein zentraler Erfolgsfaktor ist Akzeptanz. Wenn das Essen den Student*innen schmeckt und sie satt werden, ist es für sie unerheblich, welche Fleischart verwendet wird oder ob Fleisch gänzlich fehlt. Dafür ist das Angebot attraktiver, pflanzenbasierter bzw. fleischreduzierter Gerichte wesentlich. In unserer Rezeptdatenbank finden Sie dazu eine große Auswahl, die ihr Angebot nicht nur in der Mensa-Verpflegung bereichern kann.
Studierende und Mitarbeiter*innen finden in der Broschüre „Nachhaltig lecker“ praxisorientierten Tipps und 13 Rezepten, um eine gesunde und nachhaltige Ernährung im Alltag zu integrieren.
Quelle: https://www.gemeinsamgutessen.de

