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Gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen – was Sie tun können…

Rahmenbedingungen wie eine Gästekommunikation und eine ansprechende Gestaltung des Betriebsrestaurants sind neben der Gestaltung der Verpflegung ein zentraler Aspekt den Gästen die Wahl des ausgewogenen Menüs zu erleichtern.

Daneben beeinflussen auch das gewählte Ausgabe- und Verpflegungssystem, die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und die Personalqualifikation die Rahmenbedingungen in der Betriebsverpflegung. 

Die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Entwicklung gesundheitsfördernder Ressourcen stellt ein zentrales Handlungsfeld der betrieblichen Gesundheitsförderung dar. In Bezug auf das Verpflegungsangebot und die Ernährung im Arbeitsalltag bedeutet dies neben einer ausgewogenen und vielfältigen Gestaltung der Verpflegung beispielsweise:

  • Informationen für die Beschäftigten zu einer gesundheitsfördernden Ernährungsweise zur Verfügung zu stellen,
  • den Gästen die Wahl des ausgewogenen Menüs erleichtern,
  • Wartezeiten an der Essensausgabe und der Kasse zu verkürzen,
  • Öffnungszeiten auf die Bedürfnisse und an die Arbeitszeiten der Beschäftigten (z. B. bei Schicht- und Wochenendarbeit) anzupassen,
  • Betriebsrestaurants und Sozialräume bedarfsgerecht und ansprechend zu gestalten.

 

 

Was bedeutet das konkret?

Wenn Sie Ihre Tischgäste regelmäßig über eine ausgewogene Verpflegung und deren Vorteile für Ihre Gesundheit informieren, sind diese dafür sensibler. Die Mitarbeiter an der Ausgabe stehen in einem direkten Kontakt mit Ihren Gästen und sollten daher kompetent und sicher auf Fragen reagieren können - sei es zu den Speisen selbst oder zum DGE-Qualitätsstandard bzw. JOB&FIT.

Damit Sie nicht ganz allein vor der Frage stehen, wie sie Ihren Gast über die Themen informieren können, bieten die folgenden Dokumente Ihnen Unterstützung oder dienen als kreative Anregung. Die Medien bieten u. a. einen Anlass um mit ihren Gästen mehr ins Gespräch zu kommen. Die Bedürfnisse Ihrer Gäste können Sie am besten berücksichtigen, wenn Sie im Gespräch mit Ihnen bleiben und sich regelmäßig ein Feedback abholen.

Einfach die Masterdateien unter "Medien" downloaden und ausdrucken. Alternativ können Sie die Produktion auch an eine Druckerei abgeben. Sprechen Sie uns an und wir liefern Ihnen druckfähig aufbereitete Datensätze.

 

 

„Zwischen reden und tun liegt das Meer." -  Haben Sie dieses Sprichwort aus Italien auch schon mal gehört, wenn es um die Ernährung geht? Obwohl uns eine ausgewogene Ernährung und unsere Gesundheit wichtig sind, greifen wir zu fett- und salzreichen Speisen oder Süßem, anstatt zu Salat oder Gemüsepfanne. Denn wir Menschen treffen unsere Entscheidungen nicht rein rational. Unser spontanes Handeln unterliegt vielen emotionalen und unbewussten Einflüssen.


Wenn wir die Inanspruchnahme des gesundheitsfördernden Verpflegungsangebots erhöhen möchten, müssen wir uns daher fragen, wie wir mehr Aufmerksamkeit für das „gesunde" Angebot erzielen können. Da die alleinige Information über Vorteile gesundheitsfördernder Speisen ihre Grenzen hat, sollte sie unterstützt werden. Bei einem stark gewohnheitsmäßigen und unbewussten Verhalten, wie der Essensauswahl, brauchen wir manchmal einen leichten „Stupser" in die richtige Richtung. Was im Marketing schon lange Gang und Gäbe ist, erreicht nun auch die Gemeinschaftsverpflegung. Die Rede ist vom sogenannten Nudging (to nudge = sanft anstupsen). Durch die Gestaltung der Umgebung können wir bei unseren Tischgästen gesündere Essentscheidungen fördern. Nach dem Motto: „Making the Healthy Choice the Easy Choice“.
Wenn Sie Ihr Verpflegungsangebot nach dem DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung  ausrichten, setzen Sie bereits einige Maßnahmen um, die auch im Bereich Nudging diskutiert werden.
Bei Ihnen sind zum Beispiel täglich Gemüsekomponenten und zweimal wöchentlich Vollkornprodukte eine Standardoption.
Wer das JOB&FIT-Zertifikat  besitzt, kann das gesundheitsfördernde Menü optisch zusätzlich mit dem grünen JOB&FIT- Logo hervorheben und so mehr Aufmerksamkeit erzielen.
Ergänzend können Sie die „richtige" Wahl durch eine gute Präsentation fördern. Was springt Ihren Gästen (zuerst) ins Auge? Steht das ausgewogene Gericht im Speisenplan ganz oben? Werden im Betriebsrestaurant an verschiedenen Stellen Obst (eventuell schon geschnitten) und Wasser(-flaschen) angeboten? Ist das Salatbuffet gut zugänglich? Mit diesen und ähnlichen Veränderungen können Sie die Auswahl des gesundheitsfördernden Verpflegungsangebots ohne großen Aufwand positiv beeinflussen. Probieren Sie es aus!

Ob in der Pflege, im Labor oder bei der Feuerwehr – viele Arbeitsabläufe funktionieren nur, wenn Fachkräfte rund um die Uhr für die Umsetzung verfügbar sind. Das bedeutet Arbeit im Schichtdienst! Jeder, der dies schon einmal erlebt hat, weiß, wie gewöhnungsbedürftig und anstrengend das ist.

Der Mensch ist tagaktiv, d. h. die Arbeit in der Nacht stellt eine Belastung für den Körper dar. So kann Schichtarbeit das Ernährungsverhalten aufgrund von körperlichen, sozialen, und kulturellen Faktoren verändern. Beispielsweise, weil man trotz verändertem Schlafrhythmus gemeinsam mit der Familie essen möchte oder weil durch Stress und fehlenden Hunger Mahlzeiten ausgelassen werden. Die individuelle Schlafdauer und die Mahlzeitenhäufigkeit bzw. -verteilung ist bei Schichtarbeitern unterschiedlich.

Welche Ernährung ist also entsprechend der einzelnen Schichten ratsam?

Generell ist es wichtig, nach Möglichkeit feste Essenszeiten während der Arbeitszeit einzuhalten. In Abhängigkeit vom Schichttyp ist folgendes sinnvoll:

Bei der Wechselschicht liegen die Arbeitszeiten in der Regel für die Frühschicht zwischen 4 Uhr und 13 Uhr, die der Spätschicht zwischen 14 Uhr und 23 Uhr. Die Nachtschicht ist als Arbeitszeit zwischen 21 Uhr und 6 Uhr definiert.

Bei der Frühschicht bietet es sich an, während der Arbeitszeit zwei Mahlzeiten einzunehmen – eine Zwischenmahlzeit am Vormittag und eine warme Hauptmahlzeit am Mittag. Die Hauptmahlzeit entspricht dem Mittagessen der Normalschicht.

In der Spätschicht hat sich bewährt, eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag und das Abendessen, in der Regel als Kaltverpflegung, während der Arbeitszeit einzunehmen.

Allgemein ist empfehlenswert, dass

  • es am Arbeitsplatz ein Konzept für eine gesundheitsfördernde Verpflegung bei Nacht- und Schichtarbeit gibt. Dies kann u. a. umfassen: Pausenzeit, Gestaltung von Pausenräume z. B. mit Kühlschrank und Mikrowelle, Automaten mit einem ausgewogenen Speisenangebot, Wasserspender, Öffnungszeiten und Angebote des Betriebsrestaurants für (Nacht-)Schichtarbeiter.
  • auch das Verpflegungsangebot für Nacht- und Schichtarbeiter den „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung" berücksichtigt.
  • regelmäßige Mahlzeitengewohnheiten auch bei Schichtarbeit beibehalten werden und auf eine ausgewogene Ernährung geachtet wird.