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Praxisbeispiele

Zertifizierte Betriebe, die den „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“ erfolgreich eingeführt haben zeigen als „Good Practice"-Beispiele auf, wie sie das JOB&FIT-Konzept umgesetzt haben, welche Hürden und Herausforderungen ihnen begegnet sind und welche Vorteile sie durch die Zertifizierung erfahren.

Ein Steckbrief gibt Ihnen einen ersten Überblick über die wesentlichen Kennzahlen des Betriebes. Hintergrundinformationen und Tipps zur Umsetzung eines ausgewogenen Verpflegungsangebots finden Sie in einem Interview.

 

 

IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme

Als stetig wachsendes, mittelständisches Familienunternehmen mit über 300 Angestellten realisiert IGZ an den Standorten Falkenberg und Erbendorf anspruchsvolle SAP IT-Projekte und Generalunternehmerprojekte im Intralogistik-Anlagenbau für namenhafte Kunden im deutschsprachigen Raum (DACH).
Seit der Gründung im Jahr 1999 durch die beiden Ingenieure Gropengießer und Zrenner, ist die IGZ Unternehmensgruppe stetig gewachsen und beschäftigt aktuell über 250 hochqualifizierte Mitarbeiter im Hauptsitz am Standort Falkenberg. 

Die Öffnet internen Link im aktuellen FensterJOB&FIT Zertifizierung besitzt die IGZ bereits seit dem 30.09.2015, ca. 1 Jahr nach Eröffnung ihres neuen Betriebsrestaurants. Seither werden täglich ca. 100-150 JOB&FIT Menüs ausgegeben. Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung der JOB&FIT Menüs musste das Unternehmen nicht ergreifen, da die angebotene Auswahl der Menüs bei den Mitarbeitern sehr gut ankommen. Die Menüs werden priorisiert als erstes Menü am Buffet angeboten und gekennzeichnet. Alle JOB&FIT Speisen werden gesondert serviert, z. B. werden spezielle Platten oder Schüsseln verwendet. Um die Gerichte auch im Dessertbereich so leicht wie möglich zu machen und so viele Allergene wie möglich auszuschließen, wird mit Buchweizenmehl, Reismehl sowie Kokosmehl gebacken, da diese glutenfrei und leicht bekömmlich sind. Raffinierter Zucker wird in der Küche, auch im Dessertbereich grundsätzlich nicht verwendet. Zum Süßen der Speisen werden Trockenfrüchte, Bananen, Stevia, Erithryl, Reissirup und Agavendicksaft verwendet. Durch das Ausbleiben der isolierten Kohlenhydrate haben diese Produkte weniger Kalorien und dadurch erfolgt kein Anstieg oder Abfall des glykämischen Spiegels und kein Leistungstief nach dem Essen. Puddings und andere mit Milch kochende Speisen, werden mit Sojadrinks, Mandeldrinks und Haferdrinks zubereitet, um die Zufuhr an tierischen Produkten so niedrig wie möglich zu halten.
Das hausgemachte Eis und Sorbet besteht oftmals aus Früchtesmoothies mit Mandel- oder Hafermilch, oder nur aus Joghurt mit Trockenfrüchten. Im Hochleistungsmixer püriert und dann in der Eismaschine zubereitet, ergibt dies ein lockeres, leichtes Sorbet oder Früchteeis.
Auch beim Kochen wird Milch mit Milchersatzprodukten und Butter durch kaltgepresste Öle ersetzt, um die Cholesterinzufuhr so gering wie möglich zu halten und die negativen Langzeitwirkungen wie z. B. Koronarerkrankungen oder Gicht, durch übermäßigen Verzehr tierischer Produkte, vorzubeugen.

Firma/Einrichtung:                                                       Betriebsrestaurant der IGZ
Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH
Zertifizierungsart und seit wann:30.09.2015 -
JOB&FIT
Verpflegungssysteme:Täglich frisch im IGZ-Betriebsrestaurant. Es werden 90 % frisches Obst und Gemüse mit einem Bioanteil von 85 % verwendet. Die Tiere stammen aus der Region und werden komplett „Nose to Tail“ verarbeitet. Auch die Süßspeisen wie Kuchen und Desserts sind hausgemacht. An der Frontcooking-Station werden Fisch, kurzgebratenes Fleisch und Vegetarisches frisch zubereitet.
Ausgabesystem:Buffet und Frontcooking
Zahlungssystem:Digitale Chip Zahlung
Eigen-/Fremdregie:Eigenregie
Anzahl Tischgäste:ca. 120-150/Tag

1. Was hat Sie motiviert die Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards als einen wichtigen Bestandteil der Qualitätsentwicklung/betrieblichen Gesundheitsförderung voranzutreiben?

Ziel ist es, das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten zu senken, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen und unsere Mitarbeiter vollwertig im eigenen Betriebsrestaurant zu verpflegen.

2. Wie haben Sie den Weg gestaltet? Gab es einen zentralen Arbeitskreis? Von wem wurde es angestoßen? Wer war der Hauptverantwortliche? Wer war involviert? Musste Überzeugungsarbeit geleistet werden?

Wir haben uns, mit Unterstützung der IGZ-Geschäftsleitung, als IGZ-Küchenteam gemeinsam auf den Weg zur Zertifizierung gemacht und uns von Audit zu Audit verbessert. Als hauptverantwortliche Küchenleitung involvierte ich das komplette Küchenteam.
Durch das Verwenden von Rezepten aus Kochbüchern für gesunde Ernährung, die zum JOB&FIT-Konzept passen und durch die monatlichen Schulungen unserer Mitarbeiter im sparsamen Umgang mit Fett und tierischen Produkten, werden unsere Mitarbeiter für dieses Thema sensibilisiert und motiviert sich mit dem Thema auseinanderzusetzten. Des Weiteren werden unsere Mitarbeiter in den Schulungen über nährstoffschonende Garmethoden und Techniken, die lange Regenerations- oder Warmhaltephasen von frischem Gemüse oder Fisch reduzieren, informiert. Ebenso werden sie im Umgang mit Vollkornprodukten, glutenfreien Mehlersatzprodukten sowie veganer und roher Küche geschult.
How To Do - Infoblätter erleichtern durch Dokumentation den Umgang mit neuen oder nicht so vertrauten Lebensmitteln. Diese sind in einem Ordner jederzeit einzusehen. Außerdem überarbeiten wir traditionelle Rezepte und passen diese den DGE-Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung an, indem wir fette Milchprodukte, raffinierten Zucker, Salz, Auszugsmehle etc. mit gesunden Produkten ersetzen. Aushänge in der Küche erinnern die Mitarbeiter an eine sparsame Verwendung von Fetten und Salz.

3. Gab es bestimmte Kriterien, die Sie vor eine ganz besondere Herausforderung gestellt haben? Was ist die größte Veränderung? Was die größte Herausforderung? Welche Schritte waren nötig?

Da unsere Küche im Jahr vor der Zertifizierung neu startete und wir sowieso den Fokus auf gesunde Ernährung gelegt hatten, wurden wir durch den Ablauf der Zertifizierung in unserem Weg, regionale, vollwertige Ernährung zu kochen, motiviert. Daraus ergab sich ein zusätzlicher Antrieb und keine Bremse.

4. Wie, wann und warum wurde entschieden die Zertifizierung anzustreben und der Verpflegung eine besondere Bedeutung einzuräumen?

2015 entschieden wir uns für die JOB&FIT Zertifizierung, um der bereits praktizierten gesunden und frischen Küche auch gegenüber Gästen und Mitarbeitern einen passenden Rahmen zu geben und unser Know-How zu vertiefen.

5. Warum haben Sie sich speziell für die JOB&FIT-Zertifizierung bzw. PREMIUM-Zertifizierung entschieden?

Wir wollen uns in eine für unsere Gäste und Mitarbeiter „gesunde“ Richtung bewegen und die vorhandenen Standards der DGE bestmöglich nutzen.

6. Welche Vorteile haben Sie dadurch in Ihrem Betrieb? Welche Bedeutung hat die Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards bzw. die JOB&FIT-Zertifizierung für Ihren Betrieb?

Gesunde Ernährung ist zu einem wichtigen Thema für Gäste und Mitarbeiter in vielen Betrieben geworden. Durch Information und Kommunikation wird auf Dauer mehr Bewusstsein hierfür geschaffen und das Essverhalten ändert sich nachhaltig.
Wir informieren unsere Gäste und Mitarbeiter immer gerne mündlich an der Front-Cooking-Station. Unsere geschulten Mitarbeiter geben gerne Auskunft über alle von uns produzierten Gerichte. Außerdem veranstalten wir regelmäßig Themenwochen mit „Gesundheitswert“. Verpackt in ansprechende Themen wie z. B. Wildkräuterwoche, leichte Frühlingsküche oder Ayurvedawoche führen wir sie an die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe der verwendeten Lebensmittel mithilfe von kleinen Buffetaufstellern heran. Wir veranstalten Kochkurse, die die Mitarbeiter mit den Thematiken der leichten, gesunden Frischküche vertraut machen sollen. In den Meeting Points und Teeküchen weisen wir mithilfe der DGE-Postkarten darauf hin, mehr zu trinken, weniger zu salzen, sich besser für einen Salat zu entscheiden, etc. Tischaufsteller mit den gut veranschaulichten Grundsätzen des DGE-Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung haben wir uns von der JOB&FIT-Seite ausgedruckt und informieren damit die Mitarbeiter regelmäßig über den Leitet Herunterladen der Datei ein„DGE–Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung". Unser Speiseplan im Intranet ist mit der JOB&FIT–Seite verlinkt und der interessierte Leser kann sich hier intensiver informieren.

7. Wie profitieren Ihre Tischgäste davon? Wie kommt das Angebot bei den Tischgästen an?

Das Angebot kommt bei den Tischgästen sowohl in der Zwischenverpflegung als auch im Mittagsangebot sehr gut an. Durch den verminderten Einsatz isolierter Kohlenhydrate und Fette profitieren die Tischgäste hinsichtlich ihrer Gesundheit und ihres Körpergewichts.
Auch im Bereich der Zwischenverpflegung bieten wir täglich leichte, vegane Porridges, Smoothiebowls und Obstsalate an. Bio – Vollkornbrötchen aus Dinkelmehl werden täglich mit teilweise hausgemachtem mageren Schinken, Tofu und Biokäse belegt.

8. Wie ist das Feedback in Ihrem Team / Ihrer Mitarbeiter?

Unser Team ist sehr aufgeschlossen und lernbereit. Der gesunde Lebensstil wird auch privat mehr und mehr umgesetzt. Das Bewusstsein wirklich gesund zu kochen, steigert die Motivation bei meinen Mitarbeitern und unseren Gästen.

9. Wie beurteilen Sie die Kosten im Verhältnis zu dem Nutzwert durch die JOB&FIT-Zertifizierung bzw. haben sich die Kosten durch die JOB&FIT–Zertifizierung verändert?

Durch abwechslungsreiche Menüplanung steigen die Kosten in der JOB&FIT-Line nicht wesentlich an. Zum Beispiel folgen auf den Einsatz von hochwertigem Bio-Fleisch vegetarische oder vegane Gerichte.
Wir versuchen selbstverständlich den Wareneinsatz so effektiv wie möglich zu halten. Der Fokus liegt hier aber nicht auf dem Sparen an Qualität der verwendeten Lebensmittel, sondern am Umgang mit diesen.
Wir kaufen beispielsweise sehr hochwertiges Bio-Fleisch. Die Tiere werden ganz gekauft und wir verarbeiten das ganze Tier (Nose to tail), dadurch wird der Kilopreis auch der Edelstücke wie Filet und Rücken erschwinglich. Wir machen unseren eigenen Schinken, Roastbeef, etc. Ebenso kaufen wir das Gemüse regional ohne Zwischenhändler direkt von den Bio–Bauern aus der Umgebung. Wir schulen unsere Mitarbeiter, keine Lebensmittel wegzuwerfen. Wir verarbeiten Reste, die noch nicht am Buffet waren zu neuen, kreativen Gerichten. Kuchen- und Brotreste werden verarbeitet zu Knödeln, Süßspeisen, Bröseln. Die Gemüsereste (Kartoffel – und Karottenschalen, etc.) werden zu Brühe verkocht, ebenso wie Tierkarkassen. Gemüse und Obstreste, die keine Verarbeitung finden werden kompostiert und kommen im Frühjahr wieder als Humus auf unser Kräuterbeet.

10. Welchen Tipp haben Sie für andere Betriebe, die den DGE-Qualitätsstandard umsetzen möchten bzw. die Zertifizierung anstreben? Was können Sie diesen mit auf den Weg geben?

Für mich war es ideal, mit dem gesamten Küchenteam den DGE-Fragebogen zur Selbsteinschätzung durchzugehen. Die Lebensmittelauswahl für Zwischenverpflegung und Mittagsverpflegung mussten daraufhin neu organisiert und den DGE–Anforderungen angepasst werden (z. B. Fettgehalt der Milchprodukte, Verwendung von Vollkornprodukten, Jodsalz und Rapsöl einplanen, etc.). Der Speiseplan kann sehr leicht mithilfe der Leitet Herunterladen der Datei einCheckliste an die JOB&FIT–Standards angepasst werden. Wir haben uns hierfür eine eigene Tabelle erstellt, in der wöchentlich die Anforderungen an die Menüauswahl eingetragen sind. Die Anforderungen in der Lebenswelt haben wir durch Tischaufsteller und Schulungen des Ausgabepersonals gewährleistet.

11. Was sind die Pläne für die Zukunft?

Unsere Mitarbeiter machen Praktika in Restaurants und Großküchen, die sich mit gesunder, regionaler Küche auseinandersetzen. Wir wollen noch intensiver mit den Bauern und Produzenten in der Region zusammenarbeiten, um mehr Bewusstsein und Wertschätzung für die Lebensmittel zu schaffen. Außerdem streben wir die Nachhaltigkeitszertifizierung der DGE an.

Merck KGaA Darmstadt

Die Merck KGaA ist ein führendes Unternehmen der Wissenschaft und Technologie mit Sitz in Darmstadt. Etwa 8.900 der 10.900 Mitarbeiter in Deutschland sind im Darmstädter Stammwerk tätig.
Die Merck KGaA ist seit 2013 JOB&FIT-PREMIUM-Partner und kocht seitdem täglich bis zu 1.000 Portionen des JOB&FIT-Menüs. Die Bereitstellung einer ausgewogenen, gesundheitsfördernden Kost liegt der Betriebsgastronomie, unter der Leitung von Herrn Roberto Jülich sehr am Herzen.

 

Mit der Eröffnung des neuen Mitarbeiterrestaurants im Januar 2018 ist geplant das JOB&FIT-Angebot als Tagesmenü in einem eigenen Pavillon anzubieten. Das Menü wird vom Unternehmen bewusst stark bezuschusst, damit die Tischgäste sich preiswert gesund ernähren können.

Firma/ Einrichtung:Merck KGaA
Zertifizierungsart und seit wann:JOB&FIT-PREMIUM-Zertifizierung seit 2013
Verpflegungsystem:frische, offene Mischküche
Ausgabesystem:70% Bedienung, 30% Selbstbedienung
Zahlungssystem:Bargeldlos mit Mitarbeiterausweis,
ab 2018 auch mit EC- oder Kreditkarte
Eigen-/Fremdregie:Eigenregie
Anzahl Tischgäste:3200 täglich

Was hat Sie motiviert die Umsetzung des DGE-Qualitätsstandard als einen wichtigen Bestandteil der Qualitätsentwicklung/betrieblichen Gesundheitsförderung voran zu treiben?  
Gemeinsam mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und der Betriebskrankenkasse waren wir auf der Suche nach einer ausgewogenen Angebotslinie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens. Mit der Linie JOB&FIT haben wir sie gefunden.   

Wie haben Sie den Weg gestaltet? Gab es einen zentralen Arbeitskreis? Von wem wurde es angestoßen? Wer war der Hauptverantwortliche? Wer war involviert? Musste Überzeugungsarbeit geleistet werden?  
Damen und Herren aus meinem Team haben sich in einem Betrieb umgesehen, in welchem diese Menülinie bereits eingesetzt wurde. Mein stellv. Küchenchef Herr Oliver Held trug die Verantwortung für die Umsetzung und hat das mit sehr viel Engagement sehr erfolgreich auf den Weg gebracht. Punktuell waren auch unser Einkaufsteam und unsere Lieferanten einbezogen.             

Gab es bestimmte Kriterien, die Sie vor eine ganz besondere Herausforderung gestellt haben? Was ist die größte Veränderung? Was die größte Herausforderung? Welche Schritte waren nötig?  
Es bedurfte Energie die Rezepturen auf 600 bis 700 Portionen umzurechnen.     

Essensausgabe des JOB&FIT-Menüs bei Merck

Wie, wann und warum wurde entschieden die Zertifizierung anzustreben und der Verpflegung eine besondere Bedeutung einzuräumen?
Der Verpflegung kommt seit geraumer Zeit eine besondere Bedeutung zu. Bis dato war es aber schwer, alle unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen. Was für den einen nachhaltig ist, muss es für den anderen Tischgast nicht sein. Wir haben das jetzt über 2 erfolgreiche Jahre etabliert und werden das sogar mit Eröffnung unseres Neubaus im Januar 2018 als Tagesmenü mit dem höchsten unternehmerischen Zuschuss übernehmen.       

Warum haben Sie sich speziell für die JOB&FIT – Zertifizierung bzw. PREMIUM – Zertifizierung entschieden?  
Diese Menülinie wird auch von der Bundesregierung unterstützt. Die Rezepturen wurden sehr aufwändig erstellt.    

Welche Vorteile haben Sie dadurch in Ihrem Betrieb? Welche Bedeutung hat die Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards bzw. die JOB&FIT Zertifizierung für Ihren Betrieb?  
Wir können damit nachweisen, dass wir uns als Arbeitgeber auch darum bemühen, dass die MitarbeiterInnen des Unternehmens die Möglichkeit haben, sich ausgewogen und somit gesund, zu ernähren.      

Essenausgabe bei Merck

Wie profitieren Ihre Tischgäste davon? Wie kommt das Angebot bei den Tischgästen an?
Wir verkaufen im Durchschnitt ca. 500 Portionen täglich. Das ist mit 15 % ein sehr guter Schnitt, weil die Konkurrenz von anderen Angeboten sehr groß ist.

Wie ist das Feedback in Ihrem Team / Ihrer Mitarbeiter?  
Das ist sehr positiv, weil es auch gestattet ist, die vorgegebenen Mengen mal zu verändern.  Natürlich weisen wir darauf hin, dass damit die errechnete Ausgewogenheit nicht mehr zutrifft.        

Wie beurteilen sie die Kosten im Verhältnis zu dem Nutzwert durch die JOB&FIT Zertifizierung bzw. haben sich die Kosten durch die JOB&FIT – Zertifizierung verändert?  
Die Materialkosten liegen über unseren anderen Angeboten. Das ist aber okay, weil das Unternehmen in diesem Segment nicht auf Zuschüsse achtet, sondern vielmehr größtes Interesse daran hat, MitarbeiterInnen in Sachen Ernährung in die richtige Richtung zu begleiten.      

Salatbuffet bei Merck Darmstadt

Welchen Tipp haben Sie für andere Betriebe, die den DGE-Qualitätsstandard umsetzen möchten bzw. die Zertifizierung anstreben? Was können Sie diesen mit auf den Weg geben?                                      Das Projekt ist von einem Verantwortlichen umzusetzen. Er muss auch erkennen und vermitteln, dass den Köchen durch die Rezepturvorgaben nicht Kreativität zwangsweise entzogen, sondern diese Menülinie Teil einer sehr guten und dauerhaften Marketingaktion sein wird.       

Was sind die Pläne für die Zukunft?  
In unserem Neubau, den wir Anfang 2018 eröffnen, wird das Job&Fit- Menü zu unserem Tagesmenü und in einem separaten Pavillon an vorderster Front ausgegeben. Besser kann man das dann nicht mehr präsentieren.  

Sie haben noch Fragen zu der konkreten Umsetzung des „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung" bei Merck KGaA?

Dann wenden Sie sich bitte an den Betriebsleiter Herrn Jülich unter Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailRoberto.Juelich(at)merckgroup.com

ZDF Casino GmbH

Die ZDF-Casino GmbH als eigenständiges Catering-Unternehmen und 100 %-ige Tochtergesellschaft des Zweiten Deutschen Fernsehens betreut ca. 4.000 Mitarbeiter. Sie bedient die Geschäftsbereiche Gemeinschaftsverpflegung, die gehobene klassische Gastronomie, den Einzelhandel und die Ausbildung junger Menschen (Küche und Restaurantfach). Seit September 2010 hat das Unternehmen das JOB&FIT-Logo.

Firma/EinrichtungZDF Casino GmbH
Zertifizierungsart und seit wann:JOB&FIT-PREMIUM-Zertifizierung von 2010 bis 2012
JOB&FIT-Zertifizierung seit 2012
Verpflegungssystem:Mischküche
Eigen-/Fremdregie:Eigenregie
Anzahl Tischgäste:Mittagsverpflegung:
2000 Gäste/Tag
Zwischenverpflegung:
900 Gäste/Tag

Was hat Sie motiviert, das Thema Ernährung als einen wichtigen Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsförderung voran zu treiben?

Krieger: Wir als Gemeinschaftsverpflegung begleiten einen Menschen im Laufe seines Lebens vom Kindergartenalter bis ins Rentenalter mit unseren Speisen. Deshalb ist es uns sehr wichtig unseren Mitmenschen gesundheitsfördernde Speisen anzubieten. Da jeder auch immer mehr gefordert ist, auf Grund der stetig steigenden Behandlungs- und Arzneikosten, seine Gesundheit zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen. 

Produktmanager Herr Thorsten Krieger

Produktmanager Herr Thorsten Krieger

Warum haben Sie sich für die Zertifizierung der DGE entschieden?

Krieger: Wir sehen die DGE als kompetenten Partner, der uns mit seinen Leitlinien, Referenzwerten und seiner gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung auf ernährungswissenschaftlicher Basis in unserer Aufgabe unterstützt. Auch der Bekanntheitsgrad der DGE hilft uns bei unserer Arbeit. Auch möchte ich die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der DGE erwähnen.

Wie haben Sie den Weg zur Implementierung des "DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung" gestaltet?

Krieger: Als erstes habe ich mit Hilfe der DGE-Checklisten definiert auf welchen Stand der Zertifizierung wir uns befinden und welche DGE-Qualitätsstandards  noch umgesetzt bzw. angepasst werden müssen. Dann habe ich einen Zeitplan für die Umsetzung der fehlenden Qualitätsstandards erstellt und diesen mit den Abteilungsleitern abgearbeitet. Hierfür habe ich immer die DGE-Checklisten für die Kontrolle herangezogen.
Für uns war die Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards keine allzu große Herausforderung, da wir viele Standards schon erfüllten oder sie nur noch anpassen oder erweitern mussten.

Salattheke im ZDF Casino

Gab es besondere Herausforderungen?

Krieger: Eine besondere Herausforderung war das genaue Kochen nach den vorgegebenen Rezepturen und die Portionierung der Gerichte nach DGE-Richtlinien.

Welche Maßnahmen wurden konkret durchgeführt?  

Krieger: Die Küchenmitarbeiter wurden durch eine Schulung, die Frau Ferber (JOB&FIT-Mitarbeiterin) durchführte, besonders auf unser neues Angebot sensibilisiert. Hier wurde auch die Notwendigkeit für das Kochen nach Rezepturen und die genaue Portionierung an der Ausgabelinie diskutiert. 

Welche Bedeutung hat die JOB&FIT-Zertifizierung für Ihren Betrieb?

Krieger: Durch die JOB&Fit-Zertifizierung konnten wir einen weiteren Mehrwert für unsere Gäste schaffen. Die ZDF-Mitarbeiter können durch die nährstoffoptimierte Menülinie einen entscheidenden Beitrag für ihre persönliche Gesundheit leisten. Der mit mehr Spaß und Freude am Alltag belohnt wird.

Wie profitieren Ihre Tischgäste davon?

Krieger
: In der ZDF Casino GmbH bieten wir die Job&Fit-Menülinie nicht an einem festen Counter an, sondern an allen Countern. Somit hat jeder Gast die Möglichkeit das nährstoffoptimierte Speisenangebot wahrzunehmen. Das heißt, wir möchten alle Mitarbeiter des ZDF mit diesem besonderem Angebot ansprechen und nicht nur eine Zielgruppe.

Was sind die Pläne der ZDF Casino GmbH im Bereich BGM für die Zukunft?

Krieger: Die ZDF Casino GmbH möchte weiterhin, aufgrund der so guten und erfolgreichen Zusammenarbeit, eng mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zusammenarbeiten. Um immer mit den aktuellsten und neuesten Erkenntnissen der DGE arbeiten zu können. Und somit eine ständige Verbesserung für uns möglich ist. Aber auch Feedbacks aus meinem Alltag möchte ich an die DGE weitergeben damit die Bedürfnisse unserer Gäste auch berücksichtigt werden können. Des weiteren planen wir für die Zukunft keinen Einsatz von industriell hergestellten Produkten, die nicht als das Endprodukt erkennbar sind.

Sie haben noch Fragen zu der konkreten Umsetzung des „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung" bei ZDF Casino GmbH?

Dann wenden Sie sich bitte an den Produktionsmanager Herrn Krieger:

per E-Mail an Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailKrieger.T(at)zdf.de oder telefonisch unter 06131/ 70-14735