Sonntag, 29.11. 2020
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Urkunden für neue Modellprojekte ‚Gutes Essen in der Klinik‘ und ‚Gutes Essen in Hochschulmensen‘

Fünf Modell-Kliniken und drei Hochschulmensen erhielten am 30. November Urkunden bei der Abschlussveranstaltung ‚Gutes Essen in der Klinik‘ und ‚Gutes Essen in Hochschulmensen“ in Baden-Württemberg. Mit diesen Modellprojekten rückt das dortige Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz seit 2018 die Qualität von Verpflegungsangeboten in den Fokus.

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„Gutes Essen beeinflusst die Gesundheit aller Essensgäste positiv – das gilt im Krankenhaus genauso wie in der Hochschulmensa,“ betonte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch (MdL) anlässlich der jüngsten Urkundenübergabe und führte weiter aus: „In Kliniken fördert gutes Essen den Genesungsprozess, wenn es an die individuellen medizinischen und ernährungsphysiologischen Bedürfnisse angepasst ist. Bei den Studierenden verbessert gutes Essen das Leistungsvermögen sowie die Konzentrationsfähigkeit und kann sich langfristig positiv auf das Essverhalten auswirken.“ Bei alledem solle aber auch der Genuss nicht zu kurz kommen, sagte Gurr-Hirsch.

Ein Ziel der Modellprojekte ist es, das Verpflegungsangebot gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zu optimieren sowie eine DGE-Zertifizierung zu erreichen. „Mit den DGE-Qualitätsstandards steht den Kliniken und Hochschulmensen eine wissenschaftliche Grundlage und Orientierung für eine ausgewogene und gesundheitsfördernde Verpflegung zur Verfügung“, betonte Gurr-Hirsch. Sie fügte hinzu: „Die Modellkliniken und Modellmensen haben in den Projekten ihre Verpflegung nachhaltiger und gesundheitsfördernder gestaltet und zeigen so, dass ihnen die Verpflegung ihrer Essensgäste am Herzen liegt.“

Prof. Dr. Peter Grimm, Leiter der DGE-Sektion Baden-Württemberg, übergab die DGE-Zertifikate an die erfolgreichen Hochschulmensen und Kliniken. Er machte deutlich, dass die Zertifizierung dabei helfe, die ‚gesündere Wahl‘ zur ‚einfacheren Wahl‘ zu machen, da die transparente und umfassende Gästeinformation eine wichtige Säule der DGE-Zertifizierung sei.
Das Landeszentrum für Ernährung in Baden-Württemberg unterstützt Küchen im Rahmen der Modellprojekte bei der Umsetzung der genannten Ziele u. a. mit Hilfe von erfahrenen Expertinnen und Experten in der Gemeinschaftsverpflegung. Es führt Modellprojekte zur Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung in allen Lebenswelten der Gemeinschaftsverpflegung durch. Dabei sind die wissenschaftlich anerkannten Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) die Basis für die Umsetzung einer gesundheitsförderlichen und genussvollen Verpflegung im Rahmen der Modellprojekte.
Bis zu 40 Prozent weniger Lebensmittelabfälle erreicht
Um die Verpflegung nachhaltiger zu gestalten, sollten die Modellprojekte auch dazu beitragen, den Einsatzes von regionalen, ökologisch erzeugten und fair gehandelten Lebensmitteln zu erhöhen. Ein Ergebnis: Die Messung der Lebensmittelabfälle und daraus abgeleitete Maßnahmen führten dazu, dass sich die Lebensmittelverschwendung um bis zu 40 Prozent in den Kliniken und Hochschulmensen verringerte. „Dies ist ein wichtiger Baustein im Maßnahmenplan des Landes zur Reduzierung der Lebensmittelverluste“, ergänzte die Staatssekretärin.

Eine Urkunde ging an diese fünf Modell-Kliniken: Evangelisches Diakoniekrankenhaus Freiburg Hegau-Bodensee-Klinikum Singen Klinikum Esslingen Universitätsklinikum Tübingen Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg, Standort Weissenau; sowie an diese drei Modell-Hochschulmensen: Mensa an der DHBW-Ravensburg Mensa des Studierendenwerks Stuttgart an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg Mensa der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Insgesamt werden sechs Modellprojekte vom Landeszentrum für Ernährung in Schwäbisch Gmünd durchgeführt. Neben der Umsetzung des „DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Krankenhäusern" bzw. des „DGE-Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung“ gehört es zu weiteren Zielen, den Anteil an ökologisch erzeugten Lebensmitteln auf mindestens 15 Prozent im Wareneinsatz eines Jahres zu erhöhen sowie Bio- und DGE-Zertifizierungen durchzuführen.

Weitere Informationen gibt es unter: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.landeszentrum-bw.de.