JOBFIT Mit Genuss zum Erfolg

Hilfsnavigation

Position:
  • Startseite
  • Aktuelles
  • Ernährungs- und Lebensmittelforschung und ihre gesellschaftlichen Herausforderungen
Donnerstag, 02. März 2017 Pressemitteilung

Ernährungs- und Lebensmittelforschung und ihre gesellschaftlichen Herausforderungen

Aktuelle Einblicke des 54. Wissenschaftlichen DGE-Kongresses in Kiel

Zahlreiche interdisziplinäre Forschungsprojekte im Bereich der Ernährungs- und Lebensmittelforschung in Deutschland und Europa sind in den letzten Jahren erheblich durch Drittmittel gefördert worden. Der diesjährige wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vom 1.-3. März 2017 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stellt daher die kritische Frage: „Ernährungs- und Lebensmittelforschung – werden wir den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht?“ Die wissenschaftliche Leitung des Kongresses, den die DGE in Kooperation mit dem Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde an der Universität Kiel durchführt, haben CAU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Karin Schwarz und ihre Kollegen Prof. Dr. Manfred J. Müller und Prof. Dr. Gerald Rimbach inne. „An die Ernährungs- und Lebensmittelforschung ist stets eine große gesellschaftliche Herausforderung geknüpft. Gerade in unseren öffentlich geförderten und fachübergreifenden Forschungsverbünden müssen wir sicherstellen, dass unsere Arbeit den Kampf gegen weit verbreitete gesundheitliche Probleme wie zum Beispiel Fettleibigkeit oder Diabetes tatsächlich voranbringt“, brachte Schwarz das übergreifende Thema der Tagung auf den Punkt.

In einem Symposium stellen sich die vier 2015 initiierten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kompetenzcluster DietBB, enable, NutriAct und nutriCARD vor. Diese Cluster greifen das Leitthema des Kongresses auf und diskutieren unter anderem, ob und wie die Verbundprojekte zur Lösung der heute dringlichen Ernährungs- und Gesundheitsprobleme in unserer Gesellschaft beitragen können.

Insgesamt stellen Nachwuchswissenschaftler an den 2 ½ Kongresstagen in über 170 Posterpräsentationen aktuelle Forschungsergebnisse aus den Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften sowie verwandter Disziplinen vor. Minisymposien der DGE-Fachgruppen, zur Nationalen Verzehrsstudie und zum Nationalen Ernährungsmonitoring sowie eines zum EFSA-Focal Point ergänzen das Kongressprogramm. Themen sind die gesundheitliche Wirkung von Heißgetränken, verbraucherorientierte Forschung zu Milch- und Fischerzeugnissen, Kita- und Schulverpflegung und Nutrigenomics. Für die drei Plenarvorträge konnten mit Prof. Dr. Philip Calder, Universität Southampton, Prof. Dr. John Blundell, Universität Leeds und Prof. Dr. Marina Heinonen, Universität Helsinki. international angesehene Wissenschaftler gewonnen werden. Sie stellen ihre aktuellen Forschungsergebnisse zum Potenzial von fettem Fisch und n-3 Fettsäuren, zur Appetitkontrolle sowie aktuelle Stellungnahmen der EFSA zu gesundheitsbezogenen Angaben vor.

Welches Potenzial haben fetter Fisch und n-3 Fettsäuren?

Mit den „Potential health benefits of marine food with a special emphasis on fatty fish an omega-3 fatty acids“. beschäftigt sich Prof. Dr. Philip Calder, Ernährungsimmunologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Southampton, im ersten Plenarvortrag. Zahlreiche prospektive Kohortenstudien zeigen einen inversen Zusammenhang zwischen dem Fischverzehr und dem Risiko diverser chronischer Krankheiten, einschließlich koronarer Herzkrankheiten, zerebrovaskulären Krankheiten und einigen Krebsarten. Die gesundheitsfördernden Effekte werden insbesondere auf die v. a. in fetten Seefischen enthaltenen langkettigen n-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) zurückgeführt. Eine erhöhte Aufnahme von EPA und DHA wirkt sich positiv auf eine Reihe von Risikofaktoren für kardiovaskuläre Krankheiten wie Blutdruck, Thrombozytenreaktivität und Thrombose, Gefäßfunktionen sowie Entzündung aus und ist mit einem reduzierten Risiko für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität verbunden. Somit spielen diese Fettsäuren eine Schlüsselrolle in der Prävention und Verzögerung des Fortschreitens von Herz-Kreislauf-Krankheiten. EPA und DHA werden auch bei rheumatoider Arthritis und entzündlichen Darmkrankheiten erfolgreich eingesetzt. Einige neuere Studien zeigen, dass EPA und DHA in der Krebstherapie die Wirksamkeit bestimmter Chemotherapeutika verbessern können.

Woher kommt der Antrieb zum Essen?

Prof. Dr. John Blundell, Fakultät für Medizin und Gesundheit der Universität Leeds, thematisiert in seinem Vortrag „The Biology of Appetite Control: Body Composition, Resting Metabolism and the Drive to eat“ die Mechanismen der Appetitsteuerung. So konnten die Forschungsergebnisse des renommierten Psychobiologen zeigen, dass nicht nur das Fettgewebe, sondern auch die fettfreie Masse (reines Muskelgewebe) ein entscheidender Auslöser für Appetit und Hunger ist. Das erklärt, warum Fettleibige starken Appetit und auch dann noch Hunger verspüren, wenn sie ausreichend essen. Adipöse Menschen haben nicht nur mehr Fettmasse als Normalgewichtige, sondern auch mehr fettfreie Masse und damit einen höheren Grundumsatz. Seine Theorie unterstreicht, dass die Energieaufnahme durch biologische, psychologische und ernährungsbedingte Variablen beeinflusst wird. Blundell geht davon aus, dass sich dieses Wissen auf das gesellschaftliche Verständnis von Fettleibigkeit auswirken kann.

EFSA-Stellungnahmen zu gesundheitsbezogenen Angaben

Prof. Dr. Marina Heinonen vom Fachbereich für Lebensmittel- und Umweltwissenschaften an der Universität Helsinki erläutert aktuelle Stellungnahmen der European Food Safety Authority (EFSA) zu gesundheitsbezogenen Angaben. Die Wissenschaftlerin ist Mitglied im Panel für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien (NDA) der EFSA, durch das die wissenschaftliche Prüfung der gesundheitsbezogenen Angaben erfolgt. Sie berichtet, dass von 2310 gesundheitsbezogenen Angaben im EU-Register nach wissenschaftlicher Bewertung 259 Angaben zur Verwendung bei der Vermarktung von Lebensmitteln mit gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen worden sind. In ihrem Vortrag beschreibt Heinonen die einzelnen Schritte des Zulassungsverfahrens und nennt Beispiele für zugelassene gesundheitsbezogene Angaben und solche, die abgelehnt wurden. Gesundheitsbezogene Angaben zu kognitiven Funktionen einschließlich der Gedächtnisfunktion oder Lesefähigkeit, zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks oder – abgesehen von Vitaminen – antioxidativen Funktionen konnten nicht akzeptiert werden.

Quelle: DGE

Marginalspalte

Schnellsuche

Newskalender

September - 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  01 02 03
04
05
06
07 08 09 10
11 12 13 14
15
16
17
18
19
20
21
22 24
25 26 27
28
29
30
 
Dienstag, 05.09. 2017
21. Fachsymposium für die Gemeinschaftsverpflegung
"Auf zu neuen Konzepten" lautet das Motto für das Symposium von K&P Consult, der in Düsseldorf über 200 Top-Vertreter der Bereiche Betriebsgastronomie, Care und Catering vereint.
Mittwoch, 06.09. 2017
21. Fachsymposium für die Gemeinschaftsverpflegung
"Auf zu neuen Konzepten" lautet das Motto für das Symposium von K&P Consult, der in Düsseldorf über 200 Top-Vertreter der Bereiche Betriebsgastronomie, Care und Catering vereint.
Freitag, 15.09. 2017
25. Aachener Diätetik Fortbildung
Der VFED veranstaltet dieses Jahr unter dem Motto „Den Menschen und der Ernährung verpflichtet!“ ihren alljährlichen Kongress.
Samstag, 16.09. 2017
25. Aachener Diätetik Fortbildung
Der VFED veranstaltet dieses Jahr unter dem Motto „Den Menschen und der Ernährung verpflichtet!“ ihren alljährlichen Kongress.
Sonntag, 17.09. 2017
25. Aachener Diätetik Fortbildung
Der VFED veranstaltet dieses Jahr unter dem Motto „Den Menschen und der Ernährung verpflichtet!“ ihren alljährlichen Kongress.
Dienstag, 19.09. 2017
Seminar "Vollwertiger Genuss in der Kantine - Die Umsetzung des DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung"
Am 19. September wird in FRIEDRICHSDORF im Taunus ein Seminar für Fachkräfte in der Betriebsverpflegung angeboten.
Gebündelte Ernährungskompetenz auf den Bonner Ernährungstagen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) veranstalten in diesem Jahr erstmals zusammen die „Bonner Ernährungstage“.
Mittwoch, 20.09. 2017
„Sporternährung praxisnah – top trainiert und ernährt“
Vom 20.–21. September 2017 findet im Maritim Hotel in Bonn die DGE-Arbeitstagung statt, die eine Kombination aus Theorie & Praxis bietet.
Gebündelte Ernährungskompetenz auf den Bonner Ernährungstagen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) veranstalten in diesem Jahr erstmals zusammen die „Bonner Ernährungstage“.
Donnerstag, 21.09. 2017
„Sporternährung praxisnah – top trainiert und ernährt“
Vom 20.–21. September 2017 findet im Maritim Hotel in Bonn die DGE-Arbeitstagung statt, die eine Kombination aus Theorie & Praxis bietet.
Gebündelte Ernährungskompetenz auf den Bonner Ernährungstagen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) veranstalten in diesem Jahr erstmals zusammen die „Bonner Ernährungstage“.
Donnerstag, 28.09. 2017
Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG)
Erneut findet die Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. statt. Es erwartet Sie eine spannende, abwechslungsreiche und informative Veranstaltung.
Freitag, 29.09. 2017
Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG)
Erneut findet die Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. statt. Es erwartet Sie eine spannende, abwechslungsreiche und informative Veranstaltung.
Samstag, 30.09. 2017
Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG)
Erneut findet die Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e.V. statt. Es erwartet Sie eine spannende, abwechslungsreiche und informative Veranstaltung.

Treffen Sie uns!

Für individuelle Fragen, persönlichen Kontakt und fachlichen Austausch können Sie uns auf folgendenundefined Messen und Veranstaltungen treffen.

Fortbildungen 2. Halbjahr 2017

Fortbildungsflyer 2. Halbjahr 2017

Eine Terminübersicht über das Seminarangebot für die GV bietet Ihnen dieser undefined Flyer.

Mehr Informationen zu den Programmen, Wegbeschreibungen und zur Anmeldung finden Sie in der undefinedTabelle und im undefinedTerminkalender.

DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.       Godesberger Allee 18       53175 Bonn       Telefon: +49 0228 3776-873       E-Mail: info@jobundfit.de